Simone Felischak: Was aus Rudi Carrells Witwe heute wurde

Simone Felischak ist 55 Jahre alt, arbeitet als Restaurantleiterin in Hamburg und gibt keine Interviews. Über ihre Ehe mit Rudi Carrell, dem bekanntesten Showmaster des deutschen Fernsehens, spricht sie nicht. Über seinen letzten Willen erst recht nicht.

Carrell liegt auf dem Friedhof Heiligenfelde bei Syke neben Anke Bobbert, seiner zweiten Ehefrau. Deren Urne wurde nach seinem Tod eigens umgebettet. So hatte er es verfügt. Simone war 36 Jahre alt, als er im Juli 2006 starb. Sie hat sich dazu nie geäußert.



Wer ist Simone Felischak?

Simone Felischak, Jahrgang 1970, wurde in Magdeburg geboren und wuchs in der DDR auf. Sie erlernte den Beruf der Köchin und qualifizierte sich zur Restaurantfachfrau. Bekannt wurde sie als dritte und letzte Ehefrau von Rudi Carrell (1934–2006), dem niederländisch-deutschen Entertainer, dessen Sendungen wie Am laufenden Band, Herzblatt und 7 Tage, 7 Köpfe Millionen Zuschauer erreichten. Sie heiratete ihn im Februar 2001 in Australien, lebte bis zu seinem Tod fünf Jahre mit ihm in Niedersachsen und ist heute in Hamburg ansässig.


Wie sie Rudi Carrell kennenlernte

Anfang der Neunzigerjahre fängt Simone Felischak im Parkhotel Bad Griesbach im bayerischen Rottal als Servicekraft an. Das Resort verfügt über einen Golfplatz; bekannte Gäste sind keine Ausnahme. 1995 ist Rudi Carrell einer von ihnen. Er fragt, ob sie eine Runde Golf mit ihm spielen möchte. Sie kannte seine Sendungen, war nach eigenen Angaben ein bisschen nervös und sagte Ja.

Carrell kommt danach regelmäßig nach Bad Griesbach zurück. Eine Beziehung entsteht, aber eine Heirat ist für Jahre ausgeschlossen. Sein Privatleben ist zu dieser Zeit kompliziert: Er lebt mit seiner zweiten Ehefrau Anke Bobbert zusammen, die schwer an Rheuma erkrankt ist. Seit 1985 hat er parallel eine Beziehung mit der Drehbuchautorin Susanne Hoffmann, was er erst 1997 öffentlich einräumt.

Im Februar 2000 stirbt Anke Bobbert an Herzversagen. Carrell trennt sich wenig später von Hoffmann. Kurz darauf hält er bei Simone an.


Hochzeit in Australien und ein Gutshof bei Syke

Im Februar 2001 heiraten Rudi Carrell und Simone Felischak in Australien, fernab der deutschen Presse. Er ist 66, sie ist 30. Der Altersunterschied beträgt 36 Jahre.

Sie ziehen auf einen Gutshof in Wachendorf bei Syke, südlich von Bremen: 20 Zimmer, sieben Nebengebäude, ein Wasserteich. Die Jahre bis zu Carrells Erkrankung verbringen sie mit Reisen, gemeinsamem Golf spielen und dem Leben auf dem Anwesen. Carrell über seine Frau:

„Es war, als ob sie schon immer hier gewesen wäre.“

Geburtsjahr1970
GeburtsortMagdeburg
BerufKöchin, Restaurantfachfrau
HeiratFebruar 2001, Australien
Gemeinsamer WohnortWachendorf bei Syke, Niedersachsen
Altersunterschied36 Jahre

Lungenkrebs, die Goldene Kamera und der 7. Juli 2006

Anfang 2005 kommt die Diagnose: Lungenkrebs. Carrell hat jahrzehntelang geraucht, bis zu 60 Zigaretten täglich. Die Chemotherapie beginnt sofort.

Am 2. Februar 2006 erscheint er bei der Verleihung der Goldenen Kamera in Berlin, Simone an seiner Seite. Es ist sein letzter öffentlicher Auftritt. Sichtlich gezeichnet von der Krankheit, hält Carrell trotzdem eine Rede mit Humor. Über Simone sagt er in dieser Zeit:

„Simone ist meine größte Stütze.“

Am 7. Juli 2006 stirbt Rudi Carrell in Bremen. Er wird 71 Jahre alt.


Was das Testament festlegte

Das Erbe geht vollständig und zu gleichen Teilen an Carrells drei Kinder: die Töchter Annemieke und Caroline aus erster Ehe sowie Sohn Alexander aus zweiter Ehe. Die Villa in Wachendorf soll verkauft werden, so der Wunsch des Verstorbenen. Simone Felischak erhält ein gesetzliches Vermächtnis. Carrells Schwiegersohn Dieter Klar bestätigt gegenüber der Schweizer Zeitung Blick:

„Alle sind zufrieden, und auch die Witwe ist gut versorgt worden.“

Der genaue Wert des Nachlasses wurde nie öffentlich beziffert. Und Carrell hatte bestimmt, in Heiligenfelde bei Syke neben Anke Bobbert begraben zu werden. Simone Felischak hat sich dazu bis heute nicht geäußert.


Hamburg, ein Hund namens Larry und ein Satz über Picasso

Im Dezember 2006 gibt Simones Mutter Sybille der Zeitschrift Neue Post ein Interview. Sie sagt:

„Simone hatte bis zum Schluss die Hoffnung, dass Rudi es irgendwie schafft. So eine Situation ist für eine junge Frau wirklich schwer.“

Und: „Aber heiraten, das wird sie ganz bestimmt nicht. Rudi war schon etwas ganz Besonderes.“

Simone Felischak zieht nach Hamburg, mietet eine Wohnung und bleibt bewusst in der Nähe ihres Bremer Freundeskreises. Ab Mai 2008 arbeitet sie als Restaurantleiterin im Hamburger Fischereihafen Restaurant. Gegenüber dem Magazin Frau im Spiegel sagt sie:

„Ich möchte einfach wieder etwas tun, mir fehlt die Selbstbestätigung.“

Nach Carrells Tod adoptiert sie einen Labrador namens Larry aus dem Tierheim. Er stirbt nach fast 15 Jahren. 2023 nimmt Simone Carrell an einer Buchvorstellung in Hamburg teil. Auf die Frage nach neuer Liebe sagt sie:

„Ich halte es wie Picasso: Man soll nicht suchen, man muss finden. Rudi und ich haben uns damals gefunden.“


Simone Felischak heute

Simone Felischak lebt in Hamburg und ist nach eigenen Angaben allein durch das Leben gegangen, seit Rudi Carrell gestorben ist.

  • Alter: 55 Jahre (Jahrgang 1970, Stand Mai 2026)
  • Wohnort: Hamburg
  • Beruf: Restaurantleiterin
  • Beziehungsstatus: kein neuer Partner bekannt
  • Öffentliche Auftritte: keine
  • Social Media: kein öffentliches Profil bekannt

Fast zwanzig Jahre nach dem Tod von Rudi Carrell hat Simone Felischak keine Memoiren geschrieben, kein Exklusivinterview verkauft, keine öffentliche Trauer inszeniert. Sie hat eine Wohnung gemietet, einen Hund aus dem Tierheim geholt und ihren Beruf weitergemacht. Rudi Carrell liegt in Heiligenfelde neben Anke Bobbert. Was Simone davon hält, hat sie nie gesagt. Vielleicht ist das die direkteste Antwort, die sie je geben wird.

Dennis Luft
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Ich bin in Nürnberg aufgewachsen, habe dort Journalismus studiert und anschließend über neun Jahre für lokale Verlage in der Metropolregion gearbeitet. In dieser Zeit habe ich gelernt, dass ein guter Journalist kein Ressort braucht: Ich habe politische Entwicklungen begleitet, Sportereignisse von der Bundesliga bis zur Champions League aufbereitet, Prominente porträtiert und ihre Hintergründe beleuchtet, Beziehungsgeschichten und gesellschaftliche Debatten eingeordnet, Technologiethemen verständlich erklärt, Unterhaltungsnews aus Film, Musik und Reality-TV verfolgt und Wirtschaftsnachrichten für echte Menschen greifbar gemacht. News Zentral habe ich im Mai 2026 gegründet, weil mir ein deutschsprachiges Portal gefehlt hat, das all diese Themen mit dem gleichen journalistischen Anspruch behandelt, egal ob es um einen Bundesliga-Spieltag geht, die neueste Affäre aus dem Showbusiness oder eine politische Entscheidung, die das Land bewegt. Ich schreibe hier täglich, zu allem, was gerade zählt.

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