Was aus Anke Strohbach und Bernd Tewaag geworden ist

Im Februar 2002 wurde Anke Strohbach als Frau aus der „Würschtl-Affäre“ bekannt. Ein Paparazzo hatte sie mit Bernd Tewaag fotografiert, dem Ehemann von Uschi Glas. Kurz darauf reichte Tewaag die Scheidung ein. Mit Strohbach ist er bis heute zusammen, im Juli waren die beiden gemeinsam bei den Salzburger Festspielen.

Seit 2001 sind die beiden ein Paar, das hielt der Bundesgerichtshof 2004 in einem Urteil fest. Den Prozess hatte Strohbach selbst angestrengt, gegen mehrere Zeitschriften. Fotoagenturen führen sie inzwischen auch unter dem Namen Anke Tewaag.



Die Fotos vom Februar 2002

Anke Strohbach stammt nach Agenturberichten aus Dresden. Im Februar 2002 war sie 30 Jahre alt und betrieb in München einen Stand mit Würstl und Leberkäs vor dem Wirtshaus Donisl am Marienplatz. Am Samstag, dem 9. Februar, druckten die Illustrierte „Das Neue“ und mehrere Zeitungen Bilder, die sie bei einem Spaziergang mit Bernd Tewaag zeigten. Bis dahin hatte sich die Presse nie für sie interessiert, wie später das Bundesverfassungsgericht festhielt.

Tewaag war zu diesem Zeitpunkt seit gut 20 Jahren mit Uschi Glas verheiratet, die beiden haben drei Kinder. Glas sagte der „Abendzeitung“, sie habe bis zum Freitag vor der Veröffentlichung keine Sekunde an ihrem Mann gezweifelt.

In den Tagen danach stritten die Eheleute öffentlich. Tewaag erklärte, seine Frau habe „doch alles seit drei Monaten gewusst“. Glas fragte in einem Interview zurück, warum er lüge. Ob Strohbach seine neue Freundin sei, ließ Tewaag offen. Zwei Tage nach dem Erscheinen der Bilder, am 11. Februar, hatte er seinen Anwalt allerdings schon mit der Scheidung beauftragt.

Der Schauspieler Klausjürgen Wussow hatte eine schnelle Erklärung parat: „Wir Männer wollen doch alle junge und knusprige Frauen“, sagte er der „Bild“. Uschi Glas sah es anders:

„Wenn Bernie für diese Frau sein Familienglück riskiert, muss sie ihm was bedeuten.“

Uschi Glas im Februar 2002

Die Boulevardblätter tauften die Geschichte bald „Würschtl-Affäre“. Strohbach selbst äußerte sich nicht, ein Interview von ihr ist bis heute nicht bekannt.

Die Klagen gegen die Klatschpresse

Noch 2002 zog Strohbach gegen die Verlage von „Das Neue“, „Freizeit Revue“ und „Super Illu“ vor Gericht, wegen Bildern und Berichten über ihr Privatleben. In erster Instanz bekam sie in vollem Umfang Recht, die Verlage gingen in Berufung.

Diese Verfahren liefen noch, als sie sich am 30. Januar 2003 zum ersten Mal mit Tewaag in der Öffentlichkeit zeigte. Bei der Verleihung des Deutschen Videopreises im Deutschen Theater in München stellte er sie einem Reporter der „Bild“ als seine neue Lebensgefährtin vor und sagte über sie: „Gut, sie verkauft Würstl, ist aber eine eigene selbständige Geschäftsfrau!“ Strohbach widersprach nicht und ließ sich mit ihm fotografieren. Drei Wochen später, am 21. Februar 2003, schied das Amtsgericht München die Ehe von Uschi Glas und Bernd Tewaag.

Das Oberlandesgericht Frankfurt wies Strohbachs Klagen im September 2003 größtenteils ab, gerade wegen des Abends im Deutschen Theater. Wer sich mit dem Partner vor Fotografen zeige und ihn über die Beziehung sprechen lasse, müsse Berichte über die eigene Person hinnehmen, so die Begründung. Der Bundesgerichtshof bestätigte das im Oktober 2004 im Kern, unterschied aber zwischen den Bildern:

  • Porträtfotos und ein Bild, das sie an ihrem Imbissstand zeigt, durften weiter erscheinen.
  • Die Aufnahmen vom Spaziergang blieben verboten, weil sie aus der Zeit vor ihrem ersten öffentlichen Auftritt stammen.

Strohbach sah ihr Persönlichkeitsrecht verletzt und zog bis vor das Bundesverfassungsgericht. Die Karlsruher Richter nahmen ihre Beschwerden im August 2006 nicht zur Entscheidung an, damit blieben die Urteile bestehen.

Anke Strohbach oder Anke Tewaag?

Beide Namen gehören zu derselben Frau. Im Juni 2016 berichtete die „Bild“, Tewaag habe sie „still und heimlich“ geheiratet. Wann und wo, ist nie bekannt geworden. Getty Images führt sie in Bildunterschriften unter beiden Namen: Im März 2026 stand bei den Salzburger Osterfestspielen „Anke Tewaag“ unter den Aufnahmen, im Juli bei den Salzburger Festspielen wieder „Anke Strohbach“.

Anke Strohbach und Bernd Tewaag heute

Nach der Scheidung zeigte sich das Paar gelegentlich bei Veranstaltungen in und um München, etwa bei Golfturnieren in Beuerberg und bei der Iberl-Bühne in München-Solln. Auch Uschi Glas lebt längst in einer neuen Ehe, seit 2005 ist sie mit dem Unternehmensberater Dieter Hermann verheiratet.

Zur kirchlichen Hochzeit ihrer Tochter Julia am 30. Juli 2016 in der Münchner Dreifaltigkeitskirche kamen beide Eltern, Bernd Tewaag in Begleitung von Anke Strohbach, wie die „Abendzeitung“ berichtete. Knapp zwei Monate vorher hatte Tewaag der „Bild“ gesagt: „Ich wünsche Julia, dass sie so glücklich wird, wie es ihre Elternpaare sind. Meine Ex-Frau hat ein schönes Leben, ich bin auch überaus glücklich.“

Tewaags Ehe mit Uschi Glas hielt von 1981 bis 2003, mit Anke Strohbach ist er seit 2001 zusammen. Seit 2012, als sie bei den Osterfestspielen eine „Carmen“-Premiere besuchten, sind die beiden immer wieder bei Opernpremieren in Salzburg zu sehen, inzwischen auch bei den Festspielen im Sommer. Am 26. Juli 2026 waren sie erneut bei einer „Carmen“-Premiere im Großen Festspielhaus, diesmal bei den Salzburger Festspielen.

Anke Strohbach auf einen Blick

ThemaDetails
NameAnke Strohbach, in Bildunterschriften auch Anke Tewaag
Alterim Februar 2002 laut Presseberichten 30, heute Mitte 50
Herkunftlaut Agenturberichten aus Dresden
Bekannt seitFebruar 2002, durch Paparazzi-Fotos mit Bernd Tewaag
Tätigkeit 2002Betreiberin eines Imbissstands am Münchner Marienplatz
PartnerBernd Tewaag, früherer Film- und Fernsehproduzent, Ex-Mann von Uschi Glas
Paar seit2001
Verheiratetlaut „Bild“ (2016) ja, Datum und Ort unbekannt
Interviewskeines bekannt
Dennis Luft
Dennis Lufthttps://newszentral.de/
Ich bin in Nürnberg aufgewachsen, habe dort Journalismus studiert und anschließend über neun Jahre für lokale Verlage in der Metropolregion gearbeitet. In dieser Zeit habe ich gelernt, dass ein guter Journalist kein Ressort braucht: Ich habe politische Entwicklungen begleitet, Sportereignisse von der Bundesliga bis zur Champions League aufbereitet, Prominente porträtiert und ihre Hintergründe beleuchtet, Beziehungsgeschichten und gesellschaftliche Debatten eingeordnet, Technologiethemen verständlich erklärt, Unterhaltungsnews aus Film, Musik und Reality-TV verfolgt und Wirtschaftsnachrichten für echte Menschen greifbar gemacht. News Zentral habe ich im Mai 2026 gegründet, weil mir ein deutschsprachiges Portal gefehlt hat, das all diese Themen mit dem gleichen journalistischen Anspruch behandelt, egal ob es um einen Bundesliga-Spieltag geht, die neueste Affäre aus dem Showbusiness oder eine politische Entscheidung, die das Land bewegt. Ich schreibe hier täglich, zu allem, was gerade zählt.

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