Monika Podolski spricht erstmals über ihr Leben mit Poldi

Monika Podolski ist seit 2004 mit Lukas Podolski zusammen und seit 2011 mit ihm verheiratet, das Paar hat drei Kinder. Die 41-Jährige aus dem polnischen Legnica meidet die Öffentlichkeit. Ihr erstes Interview ist seit Juni in der Netflix-Doku „Poldi“ zu hören, und darin beschreibt sie ihren Mann als einen, der nicht stillstehen kann. Knapp fünf Monate nach seinem Karriereende lebt Podolski laut einem polnischen Zeitungsbericht inzwischen überwiegend auf Mallorca.

SteckbriefMonika Podolski
GeburtsnameMonika Puchalski (polnisch: Puchalska)
Alter41 Jahre, geboren im November 1984 (laut polnischen Medien)
HerkunftLegnica in Niederschlesien, Polen
Berufgelernte Kosmetikerin (laut WP SportoweFakty)
EhemannLukas Podolski, Fußball-Weltmeister von 2014
Ein Paar seit2004
Hochzeit2011, standesamtlich in Köln und kirchlich in Polen
KinderLouis (18), Maya (10), Ella (3)
Wohnortzuletzt Kattowitz (Polen)


Warum Poldis Frau in der Netflix-Doku mitgemacht hat

Fotos von ihr gibt es wenige, ihr Instagram-Profil ist privat. „Meine Frau war von Anfang an nicht die, die im Vordergrund stehen möchte“, sagte Lukas Podolski der dpa. Für die Doku, die seit dem 4. Juni bei Netflix läuft, gab sie laut der Agentur ihr erstes Interview überhaupt. Man hört dort nur ihre Stimme.

Ihr Mann drückt es deftiger aus: „Monika war immer im Hintergrund, sie war nie Kamera-geil. Und wird es auch nie werden.“ Ihre Gründe, trotzdem mitzumachen, nennt sie gleich zu Beginn des Films.

„Es ist wichtig zu sehen, dass er nicht nur Fußballer ist. Der Poldi. Sondern auch Papa. Dass er eine sehr liebevolle, weiche, und ja, auch eine andere Seite hat. Deswegen hab ich mich auch bereit erklärt, hier mitzumachen.“

Wie Lukas Podolski seine spätere Ehefrau kennenlernte

„Ich hatte nie eine Freundin, auch in meiner ganzen Jugend. Wir haben immer nur Fußball gespielt“, sagt Podolski. Er war 17 und spielte in der Jugend des 1. FC Köln, als ihn ein Freund aus Bergheim, wo Podolski aufgewachsen ist, verkuppeln wollte: „Boah, da ist doch so eine Polin. Du bist auch aus Polen, die ist Polin, die ist blond und ich kenne die. Ich stell sie dir mal vor.“

Monika lacht, wenn sie von ihrem ersten Treffen erzählt. „Wir haben uns am Schulhof verabredet. An der Tischtennisplatte.“ Von dort ging es zur Tankstelle, wo sich die beiden etwas zu trinken holten. „Einen Marsriegel, weiß ich noch“, sagt sie. Danach gingen sie die halbe Nacht spazieren. Er habe viel über Fußball gesprochen, aber auch über seine Familie. „Dann wurde mir schon relativ schnell klar, dass wir dieselbe Lebenseinstellung haben. Und deswegen gab es auch ein zweites Date. Und ein drittes.“ 2004 wurden die beiden ein Paar, ein Jahr später zogen sie zusammen.

Allein mit Louis in der Münchner Zeit

Auch bei der WM 2006 war sie dabei. An einigen Tagen durften die Frauen die Spieler besuchen, und sie brachte eine Tüte Chips mit. Bastian Schweinsteiger zog Podolski damals vor der Kamera damit auf: „So ernährt er sich.“ „Die war eigentlich von mir, nicht von Lukas“, sagt Monika. Deshalb habe sie es so lustig gefunden, als es danach hieß, Podolski ernähre sich so.

Kurz nach der WM wechselte er zum FC Bayern. „Bis München ging es immer nur um Fußball und um unsere Beziehung“, sagt Monika. „Aber keine große Verantwortung.“ Die kam im April 2008 mit Sohn Louis.

„Lukas war in der Woche weg, am Wochenende weg. Er war zweimal die Woche zu Hause, teilweise zwei Tage in der Woche. Ich war alleine mit dem Kind.“

Egoistisch sei er nicht gewesen, sagt sie, „aber auch nicht anders. Wir haben einfach so weitergemacht wie bisher. Nur halt noch mit dem Baby.“ Podolski sagt über diese Jahre, seine Frau habe zugelassen, „dass sie an zweiter Stelle ist“, damit er seinen Traum erfüllen könne. Leicht fiel ihm die Zeit trotzdem nicht. „Damals habe ich auch viel geweint, als ich weg von Louis war“, erzählt er über die Wochen, die er mit der Nationalmannschaft unterwegs war.

Die schwere Zeit in Köln

Köln holte Podolski im Sommer 2009 zurück, und die Stadt feierte seine Rückkehr. Zu einem Training kamen nach seinen Worten 30.000 Zuschauer. „In Köln war es manchmal so crazy. Wir konnten noch nicht mal rausgehen“, sagt Monika. Es sei eine Zeit gewesen, in der sie schwer damit habe umgehen können, ihn „mit Millionen Leuten teilen“ zu müssen, Tag für Tag. „Vielleicht hatte ich da so eine Phase, wo ich ihn mehr gebraucht hätte.“

Podolski verbrachte die Sonntage nach den Spielen damals mit Freunden auf dem Bolzplatz und ging danach mit ihnen essen, statt mit Monika zu Hause zu sitzen oder mit Louis spazieren zu gehen. „Ich habe einfach so weitergelebt, wie ich damals gemeint hätte, weiterleben zu müssen“, sagt er.

Irgendwann schlug Monika ihm vor, für eine Weile in eine andere Wohnung zu gehen. „Wenn du hier bist, du regst mich auf, ich schrei dich an, du schreist mich an!“, erzählt sie über diese Zeit. Nach Podolskis Worten sprachen die beiden einige Wochen nicht miteinander und waren nicht zusammen. Erst mit dem Abstand habe man angefangen nachzudenken, sagt Monika, und am Ende hätten beide gemerkt, „wir können nicht ohne einander“. Podolski sagt: „Irgendwie hat der Weg uns wieder zusammengeführt.“

Hochzeit in Köln und in Polen

Geheiratet haben die beiden zweimal. Am 18. April 2011 gaben sie sich im Kölner Standesamt das Jawort, dabei waren nur die Familie und enge Freunde. Laut der polnischen Zeitung „Fakt“ sagte Podolski damals, er schätze es, eine Frau an seiner Seite zu haben, mit der er Polnisch sprechen könne.

Die kirchliche Trauung folgte am 11. Juni 2011 in Kamionna, einem Dorf in Masowien. Rund 150 Gäste feierten mit, darunter Sohn Louis, damals drei. Der „Bild“ sagte Podolski danach: „Vielen Dank an meine Frau Monika. Sie hat alles super organisiert. Und sie sah bezaubernd aus!“

Die Kinder und das Leben in Polen

Für Górnik Zabrze spielte Podolski ab 2021. Der Klub ist seit seiner Kindheit sein Lieblingsverein, Zabrze liegt direkt neben seiner Geburtsstadt Gliwice. Die Familie lebte in dieser Zeit in Polen, zuletzt in Kattowitz. „Unsere Base, unsere Heimat ist jetzt hier gerade in Polen“, sagt Podolski.

Tochter Ella kam im Januar 2023 in Polen zur Welt, ihre Schwester Maya ist im Juni zehn geworden. Louis wurde im April 18 und spielt selbst bei Górnik.

„Er kann nicht stillstehen“

Ob er bei Górnik noch eine Saison anhängen sollte, konnte Podolski Anfang 2025 lange nicht entscheiden. Er sei hin- und hergerissen gewesen und habe die Kinder gefragt, was er machen solle, erzählt Monika. „Soll der Papa noch spielen?“, habe er immer wieder gesagt. Ihre eigene Antwort knüpfte sie an eine Bedingung.

„Die Kinder haben jahrelang verzichten müssen. Ella profitiert jetzt am meisten, weil die Nationalmannschaft wegfiel. Er reist nicht mehr so viel rum. Aber wenn er noch spielen möchte, habe ich gesagt: ‚Es muss noch genug Zeit für die Kinder bleiben.'“

Podolski verlängerte im Mai 2025 um ein Jahr, und es wurde seine letzte Saison. Am 23. Mai 2026 machte er sein letztes Spiel als Profi, wenige Tage nachdem seine Firma die Mehrheit an Górnik übernommen hatte.

Wie schwer ihm das Aufhören fällt, beschreibt Monika so: „Er kann nicht stillstehen. Dieser Stillstand ist ein Problem.“ Er sei ein Mensch, „der immer was zu tun haben muss. Dann ist er glücklich.“ Zum Ende des Films sagt sie, er lasse los, „aber noch nicht zu 100 %“. Es gehe langsam in diese Richtung. „Das ist alles so ein Prozess, wie diese 20 Jahre ein Prozess waren.“

Nach Recherchen der schlesischen Tageszeitung „Dziennik Zachodni“ verbringe der neue Mehrheitseigner inzwischen mehr Zeit auf Mallorca als in Kattowitz und kümmere sich von dort aus um den Klub und seine übrigen Geschäfte. Ob seine Frau und die Töchter mitgezogen sind, schreibt die Zeitung nicht. Von einer Trennung ist nichts bekannt. Im Sommer war Podolski mit den Kindern im Hotel Stanglwirt in Tirol und schrieb danach: „Die Kids wollten am Ende gar nicht mehr nach Hause.“

Dennis Luft
Dennis Lufthttps://newszentral.de/
Ich bin in Nürnberg aufgewachsen, habe dort Journalismus studiert und anschließend über neun Jahre für lokale Verlage in der Metropolregion gearbeitet. In dieser Zeit habe ich gelernt, dass ein guter Journalist kein Ressort braucht: Ich habe politische Entwicklungen begleitet, Sportereignisse von der Bundesliga bis zur Champions League aufbereitet, Prominente porträtiert und ihre Hintergründe beleuchtet, Beziehungsgeschichten und gesellschaftliche Debatten eingeordnet, Technologiethemen verständlich erklärt, Unterhaltungsnews aus Film, Musik und Reality-TV verfolgt und Wirtschaftsnachrichten für echte Menschen greifbar gemacht. News Zentral habe ich im Mai 2026 gegründet, weil mir ein deutschsprachiges Portal gefehlt hat, das all diese Themen mit dem gleichen journalistischen Anspruch behandelt, egal ob es um einen Bundesliga-Spieltag geht, die neueste Affäre aus dem Showbusiness oder eine politische Entscheidung, die das Land bewegt. Ich schreibe hier täglich, zu allem, was gerade zählt.

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