Melanie Kroll, Frau von Álvaro Soler, wird Health Coachin

Melanie Kroll, die Frau von Sänger Álvaro Soler, hat monatelang ohne Gehalt für einen Berliner Fahrdienst nur für Frauen gearbeitet. Inzwischen hat sie eine Ausbildung zur Health Coachin abgeschlossen.

Ab Oktober will die 28-Jährige Frauen in Einzelsitzungen online begleiten. In einem kurzen Instagram-Video vom 4. September erklärt das Model, warum. „Ich habe nur noch funktioniert, aber meine Energie war weg“, sagt sie.

Sie spricht von einer toxischen Beziehung mit einem früheren Partner und später von „viel selbstgemachtem Druck im Start-up-Alltag“. Auf Empfehlung von Freunden begann sie eine Coaching-Ausbildung in Amerika, zunächst für sich. „Während der Ausbildung habe ich gemerkt, wie gerne ich anderen Frauen helfe“, erzählt sie.

Die gebürtige Potsdamerin ist seit Mai 2023 mit dem Sänger und „The Voice Kids“-Coach Álvaro Soler verheiratet. Die beiden haben eine zweijährige Tochter und leben in Barcelona. Im Sommer 2025 stieg Kroll bei FemRide ein, einem Berliner Start-up, das sie im Januar ihr „zweites Baby“ nannte.



Mitgründerin bei FemRide

FemRide vermittelt in Berlin Fahrten, bei denen nur Frauen am Steuer sitzen und nur Frauen mitfahren. Die Idee stammt von Gründer Aykut Atli. Kroll lernte seine Mitgründerin Kerstin Wendt bei einem Business-Brunch der IHK Berlin kennen. Nach zwei Minuten sei ihr klar gewesen, dass sie dabei sein wollte, erzählte sie im Januar dem Magazin Courage. Laut ihrem LinkedIn-Profil fing sie im Juli 2025 als Marketingchefin an und wurde im Oktober Mitgründerin.

Ihr habe damals eine Arbeit gefehlt, auf die sie und ihre Tochter stolz sein könnten, so Kroll. Die Kleine hatte gerade ihren ersten Geburtstag gefeiert. Bei FemRide wollte Kroll Arbeitsplätze für Mütter schaffen und Fahrten mit richtigen Baby- und Kindersitzen anbieten statt mit den „typischen Styropor-Auflagen ab 12 Jahren“. Sie lebte da bereits in Spanien und arbeitete für das Berliner Start-up von dort aus, meist tagsüber, während ihre Tochter in der Kita war.

Arbeitstage bis 22 Uhr

Im September 2025 startete die App in Berlin. Die Monate danach nannte Kroll im Februar in einer Fragerunde auf Instagram „Horror“, wie Gala berichtete. Oft arbeitete sie von 10 bis 22 Uhr. Ihre Tochter war beim Start der App 14 Monate alt und blieb bis 17 Uhr in der Kita.

„Es hat mir das Herz zerbrochen.“

„Wir können uns noch nichts auszahlen und ich habe vieeeele Monate Vollzeit komplett unbezahlt gearbeitet“, schrieb sie. Ihren Lebensunterhalt verdiente sie mit Werbung auf Instagram und bat ihre Community um Verständnis für die bezahlten Beiträge. Ihr Mann habe sie „echt durch die Zeit getragen“. Als sie das schrieb, arbeitete sie bereits weniger und holte ihre Tochter mittags aus der Kita ab.

Was sie mit 21 vorhatte

Im Juli 2019 erzählte Kroll dem Lokalmagazin „Unser Havelland“ von ihrem ersten Start-up. Sie war 21, wohnte in Falkensee und studierte Betriebswirtschaft an der Technischen Hochschule Brandenburg. Als Model arbeitete sie da schon seit fast acht Jahren.

Zusammen mit einem Freund plante sie die Koch-App Zauberköche.de fürs Tablet. Ein kleiner Zauberkoch sollte Kinder durch Rezepte führen, die sie danach gemeinsam mit ihren Eltern am eigenen Herd zubereiten. Die Kinder sollten dabei lernen, sich bewusst zu ernähren.

Aus dem Modelgeschäft kenne sie, dass vor allem junge Frauen ein verzerrtes Selbstbild hätten und den Umgang mit gesunder Ernährung verlernt hätten, sagte sie damals. Kinder wiederum verbrächten zu viel Zeit mit elektronischen Medien, und Verhaltensweisen prägten sich schon im frühen Kindesalter. Ihre eigenen Pläne beschrieb sie so:

„Ich selbst möchte gern jung Mutter werden und trotzdem ein eigenes Business haben. Ich möchte junge Frauen motivieren, Vorbild sein.“

Auf LinkedIn schreibt Kroll heute, sie habe das Projekt vertagt, weil Team und Zeitpunkt nicht gepasst hätten und sie sich zuerst auf ihren Bachelor konzentrieren wollte.

Was sie als Health Coachin anbietet

Ernährung gehört auch zu den Themen ihres Coachings. In einem Instagram-Video vom 3. September sagt Kroll, an wen sie sich richtet: an Frauen, die schon viel wissen, denen aber die Umsetzung schwerfällt.

  • Sie will Frauen dabei begleiten, eigene Ziele herauszufinden und sie auch zu erreichen, in kleinen, konkreten Schritten.
  • Sie versteht sich als „Accountability-Partner in real life“, also als jemand, der darauf achtet, dass man dranbleibt.
  • Neben Ernährung nennt sie Erholung und Beziehungen, aber auch Finanzen, kurz alles, was mit dem eigenen Wohlbefinden zu tun hat.

Ernährungsvorschriften und Finanzberatung gehören ausdrücklich nicht dazu. Das stellt sie Ende September in einem weiteren Beitrag klar, in dem sie das Prinzip von „Primary und Secondary Food“ erklärt. Im Leben hänge alles miteinander zusammen, schreibt sie dazu. Als Beispiel beschreibt sie jemanden, der bei der Arbeit ständig gestresst ist, deshalb keine Zeit für eine Pause und etwas Nahrhaftes findet, dann keine Kraft mehr für Sport hat, bis irgendwann der Rücken wehtut. Darin nennt sie zwölf Lebensbereiche und fragt, welchem man mehr Aufmerksamkeit schenken müsste.

Wie viel Zeit sie noch in FemRide steckt, hat Kroll bislang nicht gesagt. In ihrem Instagram-Profil, das inzwischen den Namen Melanie Soler trägt, steht sie weiterhin als Mitgründerin des Start-ups, eine Zeile darunter als „zertifizierte Health Coachin“.

Wer ist Melanie Kroll?

SteckbriefAngaben
Geboren20. Dezember 1997 in Potsdam
Aufgewachsenin Potsdam, ab 2004 in Dallgow-Döberitz bei Berlin
Geschwisterkeine, sie ist Einzelkind
Größe1,79 Meter (laut Modelagentur)
StudiumBachelor in Betriebswirtschaftslehre an der TH Brandenburg, 2017 bis 2020
BerufModel, Content Creatorin und Health Coachin
AgenturenLouisa Models, Blow Models
Beruflicher NameMelanie Soler
EhemannÁlvaro Soler, Sänger
Paar seitApril 2021 (nach ihren eigenen Angaben), öffentlich seit Juni 2022
Hochzeit23. Mai 2023 standesamtlich in Berlin, Feier im Juni 2023 in Potsdam
Kindeine Tochter, geboren im Juli 2024 in Barcelona
WohnortBarcelona
Dennis Luft
Dennis Lufthttps://newszentral.de/
Ich bin in Nürnberg aufgewachsen, habe dort Journalismus studiert und anschließend über neun Jahre für lokale Verlage in der Metropolregion gearbeitet. In dieser Zeit habe ich gelernt, dass ein guter Journalist kein Ressort braucht: Ich habe politische Entwicklungen begleitet, Sportereignisse von der Bundesliga bis zur Champions League aufbereitet, Prominente porträtiert und ihre Hintergründe beleuchtet, Beziehungsgeschichten und gesellschaftliche Debatten eingeordnet, Technologiethemen verständlich erklärt, Unterhaltungsnews aus Film, Musik und Reality-TV verfolgt und Wirtschaftsnachrichten für echte Menschen greifbar gemacht. News Zentral habe ich im Mai 2026 gegründet, weil mir ein deutschsprachiges Portal gefehlt hat, das all diese Themen mit dem gleichen journalistischen Anspruch behandelt, egal ob es um einen Bundesliga-Spieltag geht, die neueste Affäre aus dem Showbusiness oder eine politische Entscheidung, die das Land bewegt. Ich schreibe hier täglich, zu allem, was gerade zählt.

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