Agnes Matiasek: Wer ist die Tochter von Cornelia Froboess?

Agnes Matiasek wurde am 1. Januar 1968 als Tochter der Schauspielerin Cornelia Froboess und des Theaterregisseurs Hellmuth Matiasek geboren. Anders als ihre Eltern stand sie nie selbst auf einer Bühne oder vor der Kamera. Bekannt wurde sie über ein anderes Feld: Sie arbeitete über zwei Jahrzehnte als Art Direktorin in der deutschen und später internationalen Werbebranche. Dieser Teil ihres Werdegangs taucht in öffentlichen Quellen deutlich seltener auf als ihre Rolle als Tochter eines bekannten Künstlerpaars.

Am 16. August 1991 entstand ein Foto vor dem Hemingway Museum in Key West, das diesen Unterschied gut sichtbar macht. Ihre Mutter drehte dort für die ARD Serie „Praxis Bülowbogen“, und die Bildagentur Getty Images bewahrt den Moment bis heute in ihrem Archiv auf. Zur damals 23 jährigen Agnes Matiasek findet sich in der Bildunterschrift nur eine Angabe: Tochter. Zur gleichen Zeit war sie beruflich bereits in der Werbung aktiv, dokumentiert allerdings nicht in Bildarchiven, sondern in nüchternen Branchendatenbanken.



Wer ist Agnes Matiasek?

Sie wuchs mit ihrem Bruder Kaspar auf, der 1970 geboren wurde, zwei Jahre nach ihr. Die Familie lebte auf dem „Rinklhof“ bei Raubling im oberbayerischen Landkreis Rosenheim, wo ihre Eltern seit ihrer Hochzeit im August 1967 ansässig waren. Öffentlich bekannt wurde Agnes Matiasek fast ausschließlich über Presseaufnahmen, die ihre Eltern zeigen. Bilder aus dem Jahr 1973 zeigen sie als Kind in Oberbayern, die Aufnahmen aus Florida stammen von 1991, entstanden während der genannten Auslandsdreharbeiten. Eigene Interviews oder Porträts über ihre Person sind öffentlich nicht bekannt.


Familie von Agnes Matiasek: Tochter von Cornelia Froboess und Hellmuth Matiasek

Cornelia Froboess wurde in der Nachkriegszeit als Kinderstar bekannt und vertrat Deutschland 1962 beim Eurovision Song Contest. Hellmuth Matiasek, geboren 1931 in Wien, leitete über viele Jahre das Staatstheater am Gärtnerplatz in München und war Präsident der Bayerischen Theaterakademie August Everding. Er starb am 7. April 2022 im Alter von 90 Jahren in Rosenheim.

Nicht jedes Detail der Familiengeschichte ist eindeutig überliefert. In Nachrufen auf ihn wird neben Agnes und Kaspar noch ein dritter Name genannt: Katarina. Berichte über die Familie aus früheren Jahren sprachen dagegen stets nur von zwei Kindern, weil sie sich auf die Ehe mit Cornelia Froboess bezogen. Hellmuth Matiasek war jedoch bereits vor dieser Ehe verheiratet. Eine in Wien lebende Künstlerin und Kuratorin namens Katarina Matiasek, die an der Universität Wien studierte und unter anderem am Photoinstitut Bonartes arbeitet, dürfte aus dieser ersten Ehe stammen. Eine offizielle Bestätigung dafür gibt es öffentlich nicht, die unterschiedlichen Angaben zur Kinderzahl lassen sich damit aber nachvollziehen.


Die Werbekarriere von Agnes Matiasek: Zwanzig Jahre als Art Direktorin

In Branchenarchiven wie Lürzer’s Archive und AdsSpot ist Agnes Matiasek als Art Direktorin mit Sitz in Deutschland gelistet. Ihre dokumentierten Arbeiten reichen bis in die späten Neunzigerjahre zurück und umfassen mehrere Stationen:

  • TBWA Düsseldorf, 1999 an Kampagnen für Lotto Toto und die Modemarke Helga Schierke beteiligt
  • TBWA Hamburg, im selben Zeitraum Ende der Neunzigerjahre, mit Arbeiten für Nivea
  • Heye & Partner in München, 2002 verantwortlich für Printkampagnen des Bezahlsenders Premiere World
  • Morgenstern in Oslo, 2017 beteiligt an einem Werbefilm für den norwegischen Kleinanzeigenmarkt Finn.no

Die zeitliche Abfolge zeigt eine Laufbahn, die in deutschen Werbeagenturen begann und sich später auf internationale Projekte ausweitete.


Epica Award 2017: Auszeichnung für die Finn.no Kampagne

Der Werbefilm für Finn.no trug den Titel „Bacon“ und zeigte einen Wingsuit Flug. Bei den Epica Awards 2017 wurde die Arbeit in der Kategorie TV und Kino, Bereich Handel und Dienstleistungen, mit Silber ausgezeichnet. Es ist die einzige öffentlich dokumentierte Auszeichnung für Agnes Matiasek in ihrer Werbekarriere.

Dass die Aufnahmen der Tochter aus den Bildarchiven und die Kreditierungen der Art Direktorin aus den Werbearchiven tatsächlich dieselbe Person betreffen, lässt sich nicht durch ein Interview belegen, wohl aber durch einen indirekten Hinweis. In einem öffentlich indexierten Text bedankt sich eine Person bei „meiner Schwester Agnes Matiasek“ für ihre gestalterische Mitarbeit. Welche Publikation das genau ist und wer sie verfasst hat, lässt sich aus den verfügbaren Daten nicht mehr eindeutig rekonstruieren. Eine unabhängige journalistische Bestätigung der Verbindung liegt damit weiterhin nicht vor.


Was über Agnes Matiasek heute bekannt ist

Nach 2017 endet die öffentlich nachvollziehbare Spur. Zu einer aktuellen beruflichen Tätigkeit, einem Wohnort oder ihrer Ausbildung liegen keine verlässlichen Angaben vor, ebenso wenig zu ihrem Privatleben.

Aus einer einzigen Woche im Sommer 1991 sind mehr Fotografien von Agnes Matiasek erhalten als aus zwei Jahrzehnten ihrer eigenen beruflichen Arbeit. Das liegt weniger an ihrer Karriere selbst als an der Art, wie öffentliche Archive entstehen: Bildagenturen fotografieren Prominente und ihre Familien, Werbearchive erfassen Kreditzeilen. Beide folgen eigenen Regeln, keine davon war für eine Person wie Agnes Matiasek gemacht.


Quellen und weiterführende Informationen:

Dennis Luft
Dennis Lufthttps://newszentral.de/
Ich bin in Nürnberg aufgewachsen, habe dort Journalismus studiert und anschließend über neun Jahre für lokale Verlage in der Metropolregion gearbeitet. In dieser Zeit habe ich gelernt, dass ein guter Journalist kein Ressort braucht: Ich habe politische Entwicklungen begleitet, Sportereignisse von der Bundesliga bis zur Champions League aufbereitet, Prominente porträtiert und ihre Hintergründe beleuchtet, Beziehungsgeschichten und gesellschaftliche Debatten eingeordnet, Technologiethemen verständlich erklärt, Unterhaltungsnews aus Film, Musik und Reality-TV verfolgt und Wirtschaftsnachrichten für echte Menschen greifbar gemacht. News Zentral habe ich im Mai 2026 gegründet, weil mir ein deutschsprachiges Portal gefehlt hat, das all diese Themen mit dem gleichen journalistischen Anspruch behandelt, egal ob es um einen Bundesliga-Spieltag geht, die neueste Affäre aus dem Showbusiness oder eine politische Entscheidung, die das Land bewegt. Ich schreibe hier täglich, zu allem, was gerade zählt.

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