Markus Bucklitsch, in einigen Quellen auch als Marcus Bucklitsch geführt, war von 1998 bis 2014 mit der Eisschnellläuferin Claudia Pechstein verheiratet. Über sein Leben danach existiert kein Interview und keine nachweisbare berufliche Spur. Lückenlos belegen lässt sich dagegen der Anfang der Geschichte, und der beginnt nicht mit einer Romanze, sondern mit einer Behörde.
Inhaltsverzeichnis
Die Behörde, bei der sich beide kennenlernten
In den neunziger Jahren betrieb der Bundesgrenzschutz, heute Teil der Bundespolizei, eigene Sportfördergruppen für Leistungssportler. Athletinnen und Athleten wurden dort offiziell als Beamte geführt, ihr tatsächlicher Dienst bestand aus Training. Claudia Pechstein durchlief genau dieses Programm und wurde, wie ihr offizielles Profil bei Team Deutschland festhält, zur Polizeihauptmeisterin ausgebildet. Markus Bucklitsch, gebürtig aus Suhl in Thüringen und selbst ehemaliger Ringer, gehörte zur selben Struktur. Laut der Regionalzeitung inSüdthüringen lernten sich beide während dieser gemeinsamen Ausbildung kennen, nicht als Sportlerin und Begleitperson, sondern als Kollegen im selben Förderprogramm.
Wer jahrelang denselben Stützpunkt teilt, kennt selten viele Menschen außerhalb davon. Die Beziehung entstand nicht trotz des Leistungssportsystems, sondern direkt aus ihm heraus.
Steckbrief: Die wichtigsten Fakten zu Markus Bucklitsch
| Angabe | Information |
|---|---|
| Name | Markus Bucklitsch (auch: Marcus Bucklitsch) |
| Geburtsort | Suhl, Thüringen |
| Sportlicher Hintergrund | Ringer |
| Bekannt durch | Ehe mit Claudia Pechstein |
| Ehejahre | 1998 bis 2014 |
| Kinder | Keine |
| Beruf | Öffentlich nicht bekannt |
| Aktueller Wohnort | Öffentlich nicht bekannt |
Die Hochzeit am Roten Rathaus
Am 12. September 1998 heirateten Claudia Pechstein und Markus Bucklitsch im Roten Rathaus in Berlin. Fotos der Zeremonie zeigen auf der einen Seite seine Mutter, Kerstin Bucklitsch, auf der anderen Pechsteins Eltern Monika und Andreas. Bucklitsch war zu diesem Zeitpunkt vier Jahre jünger als seine Frau, deren größte sportliche Erfolge erst in den Jahren danach folgten: Olympiagold 1998, 2002 und 2006.
Ein Leben im Hintergrund, während Pechstein zur Legende wurde
Während Pechstein Wettkämpfe, Weltcups und Galas bestritt, blieb Bucklitsch an ihrer Seite, aber selten im Bild. Bildarchive dokumentieren einen gemeinsamen Auftritt bei der Wahl zum Sportler des Jahres 2002 in Baden-Baden. Eigene Interviews oder Medienauftritte von ihm sind nicht überliefert. In den Jahren der Ehe entstand so ein klares Muster: Öffentlich sichtbar war die Sportlerin. Ihr Mann blieb es nicht.
Trennung 2010, Scheidung 2014: Ein ungewöhnlicher Anwalt beendet die Ehe
Im Sommer 2010 gab Claudia Pechstein die Trennung von Bucklitsch öffentlich bekannt, wie news.de berichtete. Die offizielle Scheidung folgte 2014 am Amtsgericht Suhl, seiner Heimatstadt. Bei diesem Termin ließ sich Bucklitsch laut inSüdthüringen von Peter-Michael Diestel vertreten, dem letzten Innenminister der DDR, der nach der Wiedervereinigung als Rechtsanwalt in Thüringen praktizierte.
Die Ehe in drei Daten
- 12. September 1998: Hochzeit im Roten Rathaus Berlin
- Sommer 2010: Pechstein erklärt öffentlich die Trennung
- 2014: Scheidung am Amtsgericht Suhl
Kinder hatte das Paar keine.
Wo ist Markus Bucklitsch heute?
Seit der Scheidung gibt es von Markus Bucklitsch kein dokumentiertes öffentliches Lebenszeichen, weder einen Social Media Auftritt noch eine berufliche Erwähnung. Claudia Pechstein blieb dagegen im Rampenlicht. Ihr neuer Lebenspartner, der Berliner Immobilienunternehmer Matthias Große, begleitete sie 2018 als Mentalcoach zu den Olympischen Spielen in Pyeongchang. Als seine Akkreditierung von Medien infrage gestellt wurde, verwies er auf seine offizielle Nominierung durch DOSB und DESG und sagte laut news.de: „Mein Platz ist an Claudias Seite.“
Im März 2025 beendete Pechstein nach acht Olympia-Teilnahmen ihre aktive Karriere, kurz nachdem sie sich mit dem Eislauf-Weltverband ISU im jahrelangen Dopingstreit außergerichtlich einigte, wie unter anderem die Sportschau berichtete. Große musste seinen Platz an ihrer Seite öffentlich rechtfertigen. Bucklitsch wurde dazu nie befragt.

