Mit wem ist Mirjam Meinhardt verheiratet? Was wirklich bekannt ist

Mirjam Meinhardt ist verheiratet. Ihr vollständiger Name lautet Mirjam Meinhardt-Krug. Wer ihr Ehemann ist, hat sie nie öffentlich gesagt. Alle Namen, die im Internet dazu kursieren, sind erfunden.

Seit März 2022 moderiert Mirjam Meinhardt das ZDF-Mittagsmagazin täglich vor Millionen Zuschauern. Über ihren Mann weiß die Öffentlichkeit nichts: keinen Namen, keinen Beruf, keine Geschichte, wie die beiden sich kennengelernt haben. Das ist ihre bewusste Entscheidung, die sie seit Jahren durchhält.



Der einzige belegte Hinweis auf eine Ehe: der Doppelname

Der einzige gesicherte Ausgangspunkt ist ihr Name. Auf Wikipedia ist sie als Mirjam Meinhardt-Krug, geborene Meinhardt eingetragen. Meinhardt ist ihr Geburtsname, Krug kam durch die Heirat hinzu. In Deutschland nehmen viele Frauen nach der Heirat einen Doppelnamen an, wenn sie ihren Geburtsnamen behalten möchten. Genau das spiegelt dieser Name wider.

Das ZDF-Presseportal führt sie ebenfalls unter diesem Doppelnamen. Angaben zum Ehemann oder zum Familienstand sucht man dort vergeblich. Auch in keinem ihrer öffentlichen Interviews, in keiner Talkshow und auf keinem ihrer Social-Media-Kanäle hat sie je einen Namen genannt.

Ihr Ehemann trägt mit hoher Wahrscheinlichkeit den Nachnamen Krug. Mehr als das lässt sich öffentlich nicht belegen.


Was im Internet steht und warum es falsch ist

Wer nach dem Ehemann der ZDF-Moderatorin sucht, findet auf verschiedenen Webseiten konkrete Antworten: einen Namen, eine Berufsbezeichnung, ein Hochzeitsjahr, sogar eine Geschichte, wie die beiden sich kennengelernt haben sollen. Keine dieser Angaben lässt sich auf eine überprüfbare Quelle zurückführen.

Im deutschen Internet kursieren mindestens drei verschiedene Namen für ihren angeblichen Ehemann:

  • Michael Winkler, angeblich ein Unternehmer, auf mehreren Seiten ohne Quellenangabe genannt
  • Max Krug, offenbar aus ihrem Doppelnamen abgeleitet, ebenfalls ohne jeden Beleg
  • Sven Martinek, ein deutscher Schauspieler, der mit Meinhardt nachweislich nichts zu tun hat

Kein einziger dieser Namen stammt aus einem seriösen Medium, wurde von ihr bestätigt oder taucht im ZDF-Presseportal, in Wikipedia oder in einem verifizierten Interview auf.

Wie kommen solche Angaben ins Netz? KI-generierte Texte füllen Leerstellen, die fehlende Informationen hinterlassen. Wer konsequent schweigt, bekommt im Netz eine Biografie, die andere schreiben. Diese Texte brauchen keine Quellen, nur eine Suchanfrage, die oft gestellt wird.

Das Ergebnis sind Seiten mit fiktiven Hochzeitsdaten, erfundenen Kindernamen und einer Geschichte über einen Polnischkurs, den es so nie gab. Meinhardts echtes Auslandssemester an der Jagiellonen-Universität in Krakau hat dabei offensichtlich als Vorlage gedient.


Wer Mirjam Meinhardt ist

Mirjam Meinhardt wurde am 18. Juni 1981 in Friedberg in Hessen geboren und ist heute 45 Jahre alt. Sie wuchs in Hessen auf und legte ihr Abitur 2000 in Idstein ab.

Danach studierte sie Publizistik und Betriebswirtschaftslehre an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Ein Semester verbrachte sie an der Jagiellonen-Universität in Krakau, wo sie Communication Studies belegte. 2007 schloss sie ihr Studium mit dem Magister Artium ab. Von 2008 bis 2010 folgte das journalistische Volontariat beim Südwestrundfunk, danach arbeitete sie als Redakteurin und Moderatorin bei SWR2 Aktuell und dem SWR-Tagesgespräch. Den Weg dahin hatte sie sich schon früh gebahnt: Bereits als Kind nahm sie laut eigenem Bericht selbst gesprochene Radiosendungen auf dem Kassettenrecorder auf.

Zum Fernsehen kam sie durch ein Casting, das sie so beschrieb:

„Ich wurde am Telefon gefragt, ob ich an einem Casting teilnehmen will. Ich habe es probiert und den Job bekommen.“

Das sagte sie 2022 im Interview mit dem Medienmagazin Quotenmeter.

Seit dem 9. März 2020 moderiert sie die Frühschiene im ZDF-Morgenmagazin. Am 14. März 2022 übernahm sie als Hauptmoderatorin das ZDF-Mittagsmagazin, als Nachfolgerin von Jana Pareigis. Seit Januar 2024 läuft die Sendung im erweiterten Format täglich von 12:10 bis 14:00 Uhr aus dem ZDF-Hauptstadtstudio in Berlin-Mitte.

Andreas Wunn, Leiter der ZDF-Redaktion Tagesmagazine Berlin, sagte anlässlich ihrer Ernennung:

„Mirjam Meinhardt hat unseren Zuschauerinnen und Zuschauern in der Frühschiene des ZDF-Morgenmagazins kompetent und anschaulich den Überblick über das Wichtige vom Vortag und die anstehende Tagesagenda gegeben.“


Öffentlich-rechtlich aus Überzeugung

Im Quotenmeter-Interview von 2022 sprach Meinhardt offen darüber, was ihr am Journalismus wichtig ist:

„Insgesamt kann ich sagen, dass es mir wichtig ist, guten und unabhängigen Journalismus zu machen. Nur informierte Menschen können eine für sich fundierte und gute Entscheidung treffen.“

Einen Wechsel zum Privatfernsehen hat sie ausgeschlossen:

„Nein. Ganz klar: Ich bin ein Fan vom öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Da sehe ich mich auch in Zukunft.“

Besonders am Mittagsmagazin schätzt sie etwas, das sie selbst als neue Dimension beschreibt:

„Was mir im Mittagsmagazin ganz besonders gut gefällt: Dass wir dort neben dem politischen Interview auch immer ein Gespräch mit einem Kulturgast haben. Das ist für mich eine neue Farbe, weil ich ursprünglich aus dem klassischen Politik- und Wirtschaftsjournalismus komme.“


Pax Christi: seit fast drei Jahrzehnten dabei

Mirjam Meinhardt ist Mitglied der katholischen Friedensbewegung Pax Christi, und das nicht erst seit ihrer ZDF-Zeit, sondern seit 1999. Als junge Frau schrieb sie für das bistumsinfo, die Zeitschrift der Pax Christi Bistumsstelle Limburg, und von 1999 bis 2008 für die Zeitschrift Wege mit Franziskus der Thüringischen Franziskanerprovinz. Dieses Engagement begann, bevor sie ihren ersten Rundfunkjob hatte.

Wer das weiß, versteht ihren Umgang mit dem Privatleben besser. Meinhardt äußert sich öffentlich zu dem, was sie für öffentlich relevant hält. Alles andere bleibt privat, ohne Erklärung und ohne Entschuldigung.

Dabei ist sie der Kirche als Institution gegenüber keineswegs unkritisch. Sie bezeichnet sich als gläubig, nicht religiös. Im Quotenmeter-Interview sagte sie zu den Kirchenaustritten:

„Ich denke, es liegt vor allem daran, dass die Kirche die Aufarbeitung der Missbrauchstaten bis heute nur sehr langsam und schleppend angeht. Hinzu kommt in der katholischen Kirche das Thema Sexualmoral oder die Rolle von Frauen.“

Und warum sie dennoch bleibt:

„Man kann mehr verändern, wenn man der Kirche nicht den Rücken kehrt.“


Kinder: was sich belegen lässt

Dass Mirjam Meinhardt Kinder hat, zeigen ihre eigenen Instagram-Posts. Das Medienportal Joyn berichtete im August 2025 darüber: Bei einem Wanderurlaub in Südtirol bestieg sie den Ifinger bei Meran, während sich ihre Kinder auf einer Sommerrodelbahn vergnügten. Auf ihrem Profil finden sich außerdem Aufnahmen vom gemeinsamen Backen an Weihnachten und Kürbisschnitzen an Halloween.

Wie viele Kinder sie hat, wie sie heißen und wie alt sie sind, hat sie nie öffentlich gemacht. Fotos, auf denen ihre Kinder erkennbar zu sehen wären, gibt es nicht, und Aufnahmen mit ihrem Mann sucht man auf ihrem Profil ebenfalls vergeblich.


Die ehrliche Bilanz

Mirjam Meinhardt ist verheiratet. Ihr Ehemann trägt wahrscheinlich den Nachnamen Krug, abgeleitet aus dem bei Wikipedia dokumentierten Doppelnamen „Meinhardt-Krug, geborene Meinhardt.“ Das ist alles, was sich mit Sicherheit sagen lässt.

Alle anderen Angaben, die im Netz kursieren, ob Namen, Berufe, Hochzeitsdaten oder Kinderzahl, stammen aus KI-generierten Texten, die eine Suchanfrage bedienen und keine belegten Fakten abbilden.

Eine Journalistin, die öffentlich dafür eintritt, dass nur informierte Menschen gute Entscheidungen treffen können, hat im digitalen Raum eine Biografie bekommen, die sie nie bestätigt hat. Das sagt weniger über sie aus als über das Netz, das sie beschreibt.

Dennis Luft
Dennis Lufthttps://newszentral.de/
Ich bin in Nürnberg aufgewachsen, habe dort Journalismus studiert und anschließend über neun Jahre für lokale Verlage in der Metropolregion gearbeitet. In dieser Zeit habe ich gelernt, dass ein guter Journalist kein Ressort braucht: Ich habe politische Entwicklungen begleitet, Sportereignisse von der Bundesliga bis zur Champions League aufbereitet, Prominente porträtiert und ihre Hintergründe beleuchtet, Beziehungsgeschichten und gesellschaftliche Debatten eingeordnet, Technologiethemen verständlich erklärt, Unterhaltungsnews aus Film, Musik und Reality-TV verfolgt und Wirtschaftsnachrichten für echte Menschen greifbar gemacht. News Zentral habe ich im Mai 2026 gegründet, weil mir ein deutschsprachiges Portal gefehlt hat, das all diese Themen mit dem gleichen journalistischen Anspruch behandelt, egal ob es um einen Bundesliga-Spieltag geht, die neueste Affäre aus dem Showbusiness oder eine politische Entscheidung, die das Land bewegt. Ich schreibe hier täglich, zu allem, was gerade zählt.

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